Wir haben Werbung Maschinen überlassen und das ist passiert
Diese KI Werbungen waren so schlecht, dass sie zurück gezogen wurden. Das ist schief gelaufen.
Ein Lächeln, dass die Augen nicht erreicht. Eine Hand mit zu vielen Fingern. Ein Gesichtsausdruck, unmenschlich verzerrt.
Das klingt vielleicht alles wie eine Szene aus einem Horrorfilm. Aber falsch gedacht: wir sprechen von generativer KI.
Auf den ersten Blick sieht es vielleicht okay aus, aber ein unwohles Bauchgefühl sagt Ihnen, dass da etwas nicht stimmt. Und es gibt einen Namen dafür: Uncanny Valley.
Der Begriff wurde 1970 vom japanischen Robotiker Masahiro Mori geprägt und bezeichnet den unheimlichen Punkt, an dem das beinahe Menschliche zutiefst beunruhigend wird.
Und während Marken sich beeilen, generative KI einzusetzen, stellen sie fest, dass ihre Kunden erkennen, wenn die Seele des Ganzen fehlt.
Die wichtigsten Infos:
- Das „Uncanny Valley” Gefühl erklärt warum KI Inhalte, die fast menschlich sind, sich oftmals beunruhigend anfühlen.
- Große Marken, inclusive Google, McDonald’s und Vogue haben Gegenwind für KI-Kampagnen erfahren, die ihr Ziel verfehlt haben.
- Das Problem ist nicht KI selbst, sondern wenn Technologie Authentizität ersetzt.
- „Von Menschen gemacht“ entwickelt sich zu einem Vertrauen schaffenden Siegel, ähnlich wie die Kennzeichnung „Bio“ bei Lebensmitteln.
- Nutzen Sie KI, aber seien Sie dabei transparent.
Eine Fehlersymphonie: Die Facebook Werbung vom Queensland Symphonieorchester

Das Queensland Symphonieorchester teilte eine Facebook Werbung, in der sie dazu ermutigten, an einem Samstagabend einmal etwas anderes zu probieren.
Es sollte ein Bild von einem Paar sein, dass ein romantisches Date bei einem Konzert verbringt. Stattdessen ist es ein albtraumhaftes Wirrwarr von zu vielen Fingern und Musikern ohne Händen. Nicht zu vergessen die komische schwarze Box im Vordergrund des Bildes.
So antwortete Australiens Gewerkschaft für Medien und Kunst auf ihrer Facebook Seite.
Kindheit auslagern: Die „Dear Sydney” Werbung von Google für die olympischen Spiele
Diese Werbung zeigt einen Vater, der die KI von Google Gemini nutzt, um seiner Tochter dabei zu helfen einen Brief an die olympische Athletin Sydney McLaughlin-Levrone zu schreiben. Statt sich mit seinem Kind hinzusetzen und ihr zu helfen ihre eigenen Worte zu finden, tippt er eine Anfrage in die Chatbot Box.
Ein Fanbrief von einem Kind sollte herzerweichend sein, mit großer, unordentlicher Handschrift, phonetischer Schreibweise und durchgestrichenen Worten. Kindern lernen die Sprache dadurch, dass sie ihre Gedanken artikulieren und ihre innere Stimme finden. Aber nun überschattet KI diese prägende Erfahrung.
Die unangenehme Wahrheit ist, dass 40 % der Viertklässler „unterdurchschnittliche“ Lesefähigkeiten haben, die schlimmsten Resultate in zwei Jahrzehnten. Google hat daher mit dieser Werbung komplett das Ziel verfehlt.
Nachdem sie hitzigen Gegenwind bekamen, hat Google die Werbung in der Mitte der Olympischen Spiele zurück gezogen.
Zu perfekt, um echt zu sein: Das KI Guess Model in der Vogue

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie jedes andere Model für Guess. Aber schauen Sie noch einmal genauer hin und Sie werden bemerken, dass da etwas nicht stimmt.
In der Ausgabe der Vogue vom August 2025 entdeckten Leser einen kleingedruckten Disclaimer, der das bestätigt, was viele geahnt hatten: das Model war nicht echt. „Vivienne“ wurde von der KI-Agentur „Seraphinne Vallora“ erschaffen und bekam sofort Gegenwind. Nicht weil sie grotesk, sondern weil sie zu gut aussah.
TikTok explodierte. Leser drohten ihre Abos zu kündigen. In einer Industrie, in der bereits unerreichbare Schönheitsideale in der Kritik stehen, nutzen Marken jetzt KI, um Frauen zu erschaffen, die im wahrsten Sinne des Wortes so nicht existieren.
Nicht ganz so festlich: McDonald’s „Schrecklichste Zeit des Jahres”
Ursprünglich als dunkle Komödie gedacht – sie zeigte, wie Weihnachten urkomisch schief geht – landete die niederländische McDonald’s Werbung, die mit KI erstellt wurde, ungeschickt. Wenn Sie genau hinsehen, können sie die verräterischen Details erkennen: Personen, die nie wirklich Blickkontakt herstellen, und Familientreffen, bei denen sich scheinbar niemand auch nur eines Blickes würdigt.
Zuschauer fanden das ganze eher unheimlich als lustig. Innerhalb von drei Tagen nahm McDonald’s die Werbung komplett runter. Die schlimmste Zeit des Jahres war am Ende die Woche, in der die Werbung geschaltet wurde.
Es geht nicht darum, gegen KI zu sein. Es geht darum für die Menschlichkeit zu sein
Le point commun à tous ces échecs est la tentative de remplacer l’humain par les technologies. Lorsque l’on sent que le travail n’a pas été guidé par une main humaine, la dimension émotionnelle disparaît.
Une enquête réalisée en 2025 révèle que 39 % des consommateurs ont une opinion négative des publicités générées par IA, contre seulement 18 % d’opinions positives.
Ce n’est pas l’IA en soi qui pose problème, mais son manque d’authenticité.

[ Bildnachweis: Pluribus]
Und Marken beginnen das zu erkennen. Die Hit Serie Pluribus von Apple beinhaltet nun einen „Diese Show wurde von Menschen gemacht“-Disclaimer im Abspann.
„Von Menschen gemacht“ entwickelt sich zu einem Vertrauen schaffenden Siegel, ähnlich wie die Kennzeichnung „Bio“ bei Lebensmitteln oder „handgefertigt“ beim Kunsthandwerk.
In den Worten eines Markenanalysten: „Ersetzen Sie nicht den menschlichen Teil, wegen dem die Leute gekommen sind.“
Wie man KI nutzen kann, ohne ins Uncanny Valley zu rutschen
- Beginnen Sie mit menschlichen Ideen, nicht mit KI Ergebnissen. Denken Sie erst einmal nach. Nutzen Sie Technologie dann um Ihre Ideen weiterzuführen.
- Gestalten Sie die Gefühlsmomente menschlich. KI kann Dinge verschnellern Doch die Momente, die Menschen bewegen sollen, brauchen einen menschlichen Puls dahinter.
- Seien Sie transparent. Kunden wollen mehr und mehr wissen, was sie sehen. Transparenz ist ein Zeichen von Respekt für Ihre Kunden.
- Fragen Sie: Würde sich das bedeutungsleer anfühlen, wenn Ihre Kunden es wüssten? Wenn die Antwort ja ist, haben Sie Ihr Problem gefunden. Das Ziel ist nicht die Nutzung von KI zu verstecken, sondern sie auf eine Art zu nutzen, die man nicht verstecken muss.
- Erinnern Sie sich daran, was Sie tatsächlich verkaufen. Es zählt, wie Sie sich präsentieren. Eine Visitenkarte, die persönlich überreicht wird. Eine Notizkarte mit einer echten Nachricht. Diese Dinge sind genau deswegen gewichtig, weil sie greifbar, bedacht und menschlich sind.
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