Was ist eigentlich aus der Schönheit geworden?
Die Welt wurde beige. Ihre Marke muss nicht folgen.
Schauen Sie sich einmal in der Einkaufsstraße um, in einem Supermarktregal, oder verbring fünf Minuten mit Scrollen.
Bemerken Sie etwas?
Alles sieht gleich aus. Ein bisschen flach, ein bisschen beige. Die Logos, die uns früher einmal das Gefühl von Kühnheit und Lebendigkeit gegeben haben, wurden zu etwas Eindimensionalen, Vergesslichen. Da wo einst goldene Schriftzüge waren, zeigen Ladenfronten nun schnörkellose, generische Schilder.
Wenn es darum geht, Dinge schön und detailliert zu gestalten, haben wir kollektiv unsere Standards gesenkt. In den Worten des Philosophen Roger Scruton: “Schönheit verschwindet aus unserer Welt, denn wir leben, als sei sie nicht wichtig.“
Das ist ein Beispiel dafür, warum es so ist – und warum wir mehr Schönheit in unsere Welt (und in unsere Marken) zurückbringen müssen.

Die wichtigsten Infos:
- Wir haben kollektiv unsere Standards gesenkt und es macht sich überall bemerkbar – von Gebäuden bis hin zu Marken.
- Hässlichkeit hat einen messbaren Preis. Schlechtes Design beeinflusst, wie Menschen denken, sich fühlen und sich verhalten.
- Schlechte Qualität, generisches Design und KI-Abkürzungen werden bemerkbar.
- Schönes Design macht Marken einprägsam, vertrauenswürdig und wertvoll.
Eine kurze Geschichte von Schönheit im Alltag

Es gab eine Zeit, in der sogar die Dinge, die man nicht sehen konnte, mit Sorgfalt designt wurden. Nehmen wir beispielsweise einmal die Viktorianer. Sie verstanden, dass der Zusammenhang zwischen Schönheit und Bürgerstolz etwas tief verwurzeltes war. Sie bauten Pumpstationen mit gefliesten Räumen, dekorativen Backsteinwänden und gewölbter Symmetrie, denn sie waren davon überzeugt, dass die öffentlichen Versorgungsanlagen es auch verdienen, schön auszusehen.
Und es war nicht nur die Architektur: die öffentlichen Parkbänke bestanden aus gusseisernen Details und geschwungenen Holzlatten. Straßenlampen hatten Glaslaternen mit warmem Licht und dekorativen Metallverzierungen. Bücher waren in geprägte Einbände gebunden und mit illustrierten Vorsatzblättern versehen. Kleidung wurde maßgeschneidert, gefüttert, repariert und vererbt.
Schönheit war kein Luxus – sie war der Standard.
Das Ende der Schönheit
Aber dann wurde die Welt hässlich: Zwei Weltkriege innerhalb von 30 Jahren, mit einer Wirtschafskrise dazwischen. Materialien wurden rationiert, Budgets wurden dramatisch gekürzt und der Standard für Schönheit fühlte sich mehr und mehr an wie etwas, das sich die Welt nicht mehr leisten konnte. Funktion trat in den Vordergrund, Verzierungen traten zurück.
Als Konsumgüter den Markt in den 1950ern und 60ern fluteten, hatte sich das erhärtet. Die Massenproduktion belohnte das, was am günstigsten war und am schnellsten hergestellt werden konnte. Plastik ersetzte Eisen. Synthetische Stoffe ersetzten Wolle. Spanplatten ersetzten Holz. Handgefertigte Details und einzigartige Verzierungen kamen aus der Mode und wurden teuer. Minimalismus wurde als Raffinesse umgedeutet, und der Verlust von Schönheit wurde als Fortschritt verkleidet.
Hässlichkeit hat seinen Preis (und dieser ist höher als Sie denken)
Über die Ästhetik hinaus hat Schönheit (oder deren Fehlen) einen messbaren Einfluss darauf, wie wir denken, uns fühlen und uns verhalten.
In den 1950ern führte der Psychologe Abraham Maslow ein einfaches Experiment durch: drei Räume, einer schön, einer neutral und einer regelrecht hässlich. Die Teilnehmenden beurteilten eine Reihe von Fotos, während sie in jedem der Räume saßen. Die Personen im schönen Raum reagierten deutlich positiver, während diejenigen im hässlichen Raum merklich gereizter, müder und nörgeliger waren. So schnell kann uns unsere Umgebung beeinflussen.
Ihre Marke ist auch ein Umweltfaktor

Dasselbe Prinzip gilt für jeden Ort, an dem Sie Ihre Marke der Welt präsentieren. Menschen beurteilen Marken auf die gleiche Weise wie Räume.
Ein Logo, das zu einer generischen, serifenlosen Schriftart vereinfacht wurde. Eine dünne Visitenkarte oder ein billiger Flyer, der sofort im Müll landet. Diese Dinge hinterlassen einen Eindruck, egal ob Sie es wollen oder nicht. Wenn Sie in einen schönen Raum treten, spüren Sie das sofort. Wenn Sie jemandem eine wunderschön gestaltete Luxe Visitenkarte reichen, rufen Sie das gleiche Gefühl hervor.
Was passiert, wenn Unternehmen sich nicht weiter um Schönheit kümmern
Die Gleichen Einflüsse, die das Aussehen der Welt formen, formen auch Marken. Hier sind ein paar Arten, wie fehlende Details Ihre Marke beeinflussen können:
- Alles sieht gleich aus. Vorlagen haben Design zugänglich gemacht, sodass es jetzt barrierefreier denn je ist. Aber das hat es auch signifikant verwässert. Wenn ein Immobilienmakler und ein Bäcker nicht mehr voneinander unterscheidbar sind, dann stehen wir vor einem Branding-Problem.
- Die Qualität lässt nach. Markenartikel sind physische Produkte, die Ihre Marke in den Alltag der Menschen tragen. Und die Leute bemerken das. 72 % sagen, dass die Qualität des Produkts direkt den Ruf des dahinterstehenden Unternehmens widerspiegelt. Billige Markenprodukte werden weggeworfen und sie nehmen Ihre Markenreputation mit sich.
- KI ersetzt zwischenmenschliche Beziehungen. Als effizienter angepriesen, fluten KI-Inhalte Markenaccounts mit durchschnittlichen (und gruseligen) Bildern. Wenn Sie Ihre Kreativität an KI auslagern, spart Ihnen das vielleicht kurzzeitig Geld, aber Sie tauschen das Einzige ein, was einen tatsächlich innehalten und hinsehen lässt: die wunderschöne, unvollkommene Menschlichkeit.
Marken aufhübschen ist gut fürs Geschäft

In wunderschönes Design zu investieren kann sich nach Luxus anfühlen – nach etwas, das Sie sich nur leisten, wenn das Budget es erlaubt, nachdem Sie sich um all die anderen wichtigen Dinge gekümmert haben. In den Worten von Roger Scruton: “Stellt man den Nutzen an erste Stelle, verliert man ihn. Stellt man die Schönheit an erste Stelle, wird das, was man tut, für immer nützlich sein.”
Wo Form auf Funktion trifft
Schönheit und Funktion sollten nicht miteinander wetteifern müssen. Und wir sind davon überzeugt, dass das eine nicht ohne das andere existieren kann. Reicht man jemandem eine Letterpress Visitenkarte, spürt man sofort die Sorgfalt und Liebe zum Detail. Wenn man einen preisgekrönten MOO Twist Pen in die Hand nimmt, bemerkt man sofort den Unterschied, wenn dieser über das Papier gleitet.
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