July 23, 2018

Sollten Sie kostenlosen Versand anbieten?

Der Versand kann für Online-Unternehmen teuer sein, aber mit einer smarten Strategie können Sie Ihre Kunden zufriedenstellen und sich trotzdem gesunde Margen sichern.

Seien wir mal ehrlich – niemand zahlt gerne Versandgebühren zusätzlich zum Kaufpreis des Produkts, und bei vielen Händlern muss man es auch nicht. Kunden erwarten beim Online-Shopping den gleichen Komfort wie in einem stationären Geschäft, wo die Lieferkosten gleich null sind (ebenso wie die Rücksendekosten). Dank des Wettbewerbs unter den Händlern, das beste Online-Einkaufserlebnis zu bieten, kann es schwierig sein, mitzuhalten und gleichzeitig profitabel zu bleiben.

Schauen Sie sich einige beliebte Versandstrategien an und finden Sie heraus, welche für Ihr Unternehmen geeignet ist…

1.   Versand nach Gewicht

Dies ist die transparenteste Option, bei der Sie die Versand- und Verpackungskosten direkt an den Kunden weitergeben. Es ist administrativ einfacher, weil Ihre Versandkosten nicht Gewinn oder Verlust unterliegen. Es ermöglicht Ihnen auch, Ihre Preise wettbewerbsfähig zu gestalten, da Sie die Versandkosten nicht als Teil Ihrer allgemeinen Geschäftskosten abdecken oder subventionieren. Der Nachteil ist, dass es Ihre Kunden davon abhalten könnte, größere Artikel oder größere Mengen zu kaufen, besonders, wenn die Produkte, die Sie anbieten, schwer sind. Toll für Postkarten, nicht so toll für Töpferwaren.

2. Versandpauschale

Wenn die Versandkosten für jede Bestellung gleich sind, erleichtert es die Dinge für Sie und Ihre Kunden. Es wird auch proportional günstiger für Ihre Kunden, je mehr sie in einer einzigen Bestellung kaufen. Natürlich kostet es Sie mehr, wenn sie schwere oder sperrige Gegenstände kaufen, aber der Betrag, den sie ausgeben, wird dies hoffentlich ausgleichen. Pauschale Versandkosten können extrem teuer sein, wenn Ihre Artikel von verschiedenen Standorten versendet werden, z. B. wenn Sie ein Drop-Shipping-Geschäft betreiben.

Preparing packages

3. Kostenloser Versand auf alles

Für viele Kunden ist dies der Goldstandard aller Versandbedingungen – wer möchte nicht von kostenloser Lieferung profitieren? Aus geschäftlicher Sicht macht es Sinn, zumindest eine Standard-Versandoption zu haben, die immer kostenlos ist, um den potentiellen Dropout-Punkt zu vermeiden, an dem Kunden die Gesamtsumme sehen und den Kauf vor der Zahlung abbrechen. Aber um sicherzustellen, dass Sie all die Versandkosten absorbieren können, müssen Sie Ihre Preise eventuell etwas über dem Marktdurchschnitt ansetzen.

4. Kostenloser Versand ab Mindestbetrag

Dies ist eine beliebte Option unter Online-Händlern. Versandkosten werden ab einem bestimmten Betrag, z.B. 40€, erlassen, so dass Kunden einen Vorteil davon haben, mehr zu bestellen. Es kann ihnen einen starken Anreiz geben, irgendetwas Zusätzliches zum Warenkorb hinzuzufügen, um den Mindestbetrag zu erreichen. Diese Option kann auch als Preisanker fungieren, indem sie Kunden ein impliziertes Budget setzt, wenn sie Ihre Website durchstöbern. Wenn Sie den Grenzbetrag an der richtigen Stelle festlegen, können Sie theoretisch den kostenlosen Versand mit dem zusätzlichen Profit durch diese höherwertigen Transaktionen wettmachen.

Parcel with business card

5. Abonnement für Premiumversand

Neben Ihren Standard-Versandoptionen können Sie ein Abonnementprogramm einrichten, bei dem Kunden sich gegen eine Jahresgebühr für VIP-Versand ohne zusätzliche Kosten (und andere Vergünstigungen, wenn Sie möchten) anmelden. Vorreiter dieses Modells war Amazon mit seinem Prime-Service und es wurde u.a. auch von ASOS und der britischen Supermarktkette Morrisons übernommen. Es ist eine großartige Möglichkeit, Kundenbindung und Folgegeschäfte zu fördern, da der Kunde eine Investition tätigt, aus der er durch wiederholte Bestellungen den maximalen Nutzen ziehen möchte. Es wird sich aber nicht jeder anmelden wollen, also brauchen Sie auch alternative Versandoptionen, auf die Sie zurückfallen können.

Eine Kombination von allem

Nichts spricht dagegen, verschiedene Versandoptionen anzubieten, darunter einen kostenlosen Lieferservice, ein VIP-Premiumprogramm, spezielle Versandkostenangebote und sonstige Dienste, wie Express-Versand und Zustellung per Einschreiben. Ihre Kunden werden es mit Sicherheit zu schätzen wissen, mehrere Optionen zu haben – und Sie können ihre Auswahl verfolgen, um Ihre Versandbedingungen zukünftig zu verfeinern.

Möchten Sie wissen, was Ihre Kunden denken? Legen Sie Ihren Lieferungen einen Flyer mit Ihren Versandoptionen bei und bitten Sie sie um Feedback, welche sie bevorzugen.

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