December 5, 2016

Daniel Fletcher, Menswear Designer

Nach seinem Studienabschluss wurde Menswear Designer Daniel Fletcher schneller in die Branche katapultiert, als die meisten es sich vorstellen können. Momentan pendelt er zwischen Paris – wo er für Louis Vuitton arbeitet – und seinem Londoner Studio, wo er seine eigene Kollektion entwirft. Wir sprachen mit Dan über die Wichtigkeit, an sich selbst zu glauben und die Herausforderungen beim Aufbau eines Modelabels.

Erzähl uns ein bisschen mehr über das vergangene Jahr – es scheint eine Achterbahnfahrt gewesen zu sein.

Ich habe meinen Abschluss am Central Saint Martins College gemacht und kurz danach mein eigenes Menswear-Label gegründet. Das ist jetzt ein Jahr her und ich habe gerade meine zweite Kollektion präsentiert, mit zeitgemäßer, lässiger Männermode, die oft Elemente von Sportbekleidung aufweist und einen kulturellen und sozialen Kommentar liefert.

Daniel Fletcher

Hattest du schon immer vor, dein eigenes Label zu starten?

Ich hatte nicht geplant, so schnell meine eigene Marke zu starten, aber meine Abschlusskollektion wurde von Opening Ceremony aufgegriffen. Sie beauftragten mich, 8 der Designs für eine Capsule Collection zu produzieren, die dann im Januar in ihren Geschäften herauskam. Danach erschien es mir sinnvoll, weiterzumachen und zu sehen, wo es hinführt. Ich lerne soviel daraus; ich freue mich auf die Zukunft und bin gespannt darauf, wie weit ich es bringen kann.

Daniel Fletcher

Du fängst zwar gerade erst an, aber was ist bis jetzt die größte Lektion, die du gelernt hast?

Produktion und Fertigung waren die größten Hindernisse. Meine Designs waren zuvor Einzelstücke, die ich selbst nähte. Sie in Serie und in verschiedenen Größen zu produzieren und all die dafür erforderlichen Komponenten zu beschaffen ist etwas, was man an der Universität nicht lernt. Ich habe es gerade erst so halbwegs in den Griff bekommen.

Daniel Fletcher

Und wie haben die Leute auf Daniel w Fletcher reagiert?

Ich bin überwältigt von all der Unterstützung, die ich bekommen habe. Das British Fashion Council war extrem hilfreich und ich bin immer noch schockiert, wenn ich eins meiner Designs in einem Modemagazin entdecke. Das ist ziemlich surreal.

Daniel Fletcher

Welchen Rat hast du für jemanden, der in der Modebranche anfängt?

Hab‘ keine Erwartungen, nimm jeden Tag, wie er kommt, genieß‘ es, und nimm dich selbst nicht zu ernst. Niemand wird sich für deine Arbeit einsetzen, wenn du es nicht tust, also geniere dich nicht, Redakteuren oder Stylisten zu mailen, um ihnen deine Arbeit zu zeigen.

Daniel Fletcher

Wir wissen, dass du ein begeisterter MOO-Fan bist. Wie nutzt du unsere Produkte?

Ich habe meine eigene E-Commerce-Plattform und ich lege jeder Bestellung eine Nachricht an den Kunden bei, um mich zu bedanken – ich bin wirklich dankbar für jede Bestellung. Dafür nutze ich MOO-Postkarten, die ich mit meinem Markenlogo bedrucken lassen habe. Ich habe außerdem Visitenkarten drucken lassen, die ich als Hängeetikett nutze; ich nehme eine Luxe– und eine Super-Karte, stanze oben ein Loch hinein und binde sie mit einer Schnur zusammen

Daniel Fletcher

Welche Werbemittel verwendest du außer unseren Produkten, um deine Marke zu fördern?

Social Media ist ein wichtiges Hilfsmittel für mich. Eine der ersten redaktionellen Anfragen, die ich hatte, kam von Interview Magazine, und die Email, die ich vom Fashion Director erhielt, hatte Screenshots aus meinem Instagram im Anhang. Ich konnte es kaum glauben, denn ich hatte meine Kollektion erst ein paar Tage zuvor vorgestellt!

Daniel Fletcher

Deine Marke ist in LA und New York erhältlich. Was steht für dich als Nächstes an?

Ich habe gerade Aufträge von Geschäften in Japan und Spanien bestätigt, also wird meine FS17 Kollektion viel weitreichender erhältlich sein. Ich plane außerdem einen Pop-up-Shop im Oktober in London, meine erste Einzelhandelspräsenz in der Hauptstadt. Momentan beginnt die Produktionsphase für meine letzte Kollektion und ich bin im Anfangsstadium der Recherche für HW17. Es ist eine spannende Zeit!

Originaltext und Fotos: Josh Fray

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