July 26, 2017

Wie Sie tolle Produktfotos für Ihren Online-Shop machen

Sie sind ein kreatives Unternehmen und eröffnen Ihren ersten Online-Shop? Machen Sie tolle Produktfotos, die für reißenden Absatz sorgen!

Im Online-Verkauf gibt es kaum Dinge, die so wichtig sind wie Ihre Produktfotos. Sie erzählen die Geschichte der Farben, Textur, Größe und Form Ihrer Produkte, und wie sie getragen oder genutzt werden können. Ihre Produkte ,in Action‘ zu zeigen hilft Ihren Kunden, sich vorzustellen, was sie selbst mit Ihren Kreationen anfangen könnten und das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie kaufen.   

Es lohnt sich, sich ein wenig Zeit für Ihre Bilder nehmen, aber Sie müssen keine zweite Dorothea Lange sein, um Ihre eigene fantastische Galerie zu erstellen. Sie brauchen nicht mal eine anspruchsvolle Kamera – die meisten modernen Smartphones sind gut genug für den Job. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie schnell gute Aufnahmen hinbekommen.  

Licht, Licht und noch mehr Licht

Vergessen Sie protzige Kameras – die wichtigste Komponente für ein gelungenes Foto ist die Beleuchtung.

  • Fotografieren Sie immer im Tageslicht soweit möglich – es sei denn, Sie haben Zugang zu einem professionellen Studio, wo die Tageslichtbedingungen repliziert werden können.
  • Die goldene Regel ist, von der Lichtquelle weg zu fotografieren, nicht in sie hinein. Das heißt, wenn das Licht zum  Fenster hereinströmt, stellen Sie sich zwischen das Fenster und Ihre Produkte (und passen Sie auf, keinen Schatten auf die Szene zu werfen).
  • Keine schönen großen Fenster vorhanden? Macht nichts – Sie können einen Türeingang als temporäre Lichtquelle nutzen. Wenn möglich, öffnen Sie die Tür und lassen Sie das Licht hereinströmen.
  • Sie hätten’s vielleicht nicht gedacht, aber ein bewölkter Tag ist am besten, um Produktbilder zu fotografieren. Die Wolken dienen als natürlicher Diffuser und filtern das Licht, so dass es gleichmäßiger verteilt ist, ohne harsche Sonneneinstrahlung oder starke Schatten.
  • Wenn Sie draußen fotografieren, ist ein großer schattiger Bereich wie die Seite Ihres Hauses ein guter Platz für Ihre Session.
  • Wenn Sie wenig natürliches Licht zur Verfügung haben – ein häufiges Problem in den Wintermonaten für Leute, die tagsüber arbeiten – könnten Sie versuchen, ein paar LED-Leuchten um Ihren Aufnahmeplatz herum aufzustellen und das Licht mit Backpapier oder Kopierpapier zu streuen.
  • Kleinere Gegenstände wie Schmuckstücke auf einer weißen Schaumstoffplatte zu platzieren gibt Ihnen einen schönen hellen Hintergrund ohne glänzende Reflektionen. Sie können auch weiße Schaumstoffplatten um Ihren Aufnahmeplatz herum aufstellen, um das vorhandene Licht zu maximieren.

5 Aufnahmen, die Sie unbedingt machen müssen

Produkte zu fotografieren macht Spaß…die ersten paar Male. Aber es kann schnell zeitaufwendig werden, viele Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln zu machen und dann die besten auszuwählen. Wenn Ihr Shop erstmal in Betrieb ist, werden Sie weniger Zeit damit verbringen wollen, Bilder zu durchforsten und mehr damit, Ihr Geschäft zu führen. Ein Standard-Fotoset parat zu haben erleichtert Ihnen die Sache ungemein. Hier ist die Liste mit unseren Must-haves…

  1. Vorschaubild

Eine Gesamtaufnahme Ihres Produkts macht sich toll als Vorschaubild und wird Leute dazu ermutigen, sich durch Ihr Sortiment zu klicken. Es sollte auch gut für gedruckte Artikel wie Flyer und Postkarten funktionieren.

  1. Nahaufnahme

Nutzen Sie den Makro-Modus, wenn Ihre Kamera oder Ihr Smartphone ihn hat, und zoomen Sie direkt in die Textur Ihres Produkts hinein, damit Käufer die Qualität sehen können.

  1. Maßstab-Foto

Ein Bild, das die Größe des Artikels im Verhältnis zu einem alltäglichen Gegenstand wie einer Münze, einem Smartphone oder einer Tür zeigt. Das Produkt im Gebrauch zu zeigen, z.B. in einer Hand oder an einer Schaufensterpuppe, ist ideal, um den Maßstab zu zeigen. Bei Kleidung oder Textilien sind dadurch auch Faltenwurf und Textur erkennbar.

  1. Rückseitenansicht

Zeigen Sie Ihren Kunden auch die Rück- oder Unterseiten Ihrer Produkte – auch wenn diese beim Gebrauch des Produkts selten sichtbar sein werden. Das Ziel ist, zu replizieren, was sie sehen würden, wenn sie es im wirklichen Leben in 360-Grad-Ansicht vor sich hätten. Wie Ihre Artikel vernäht, gebunden oder auf der Rückseite verarbeitet sind kann ein starker Qualitätsindikator sein.

  1. Sortiment und Verpackung

Zeigen Sie Ihr Produkt in einer Gruppe, in verschiedenen Farben oder Ausführungen, oder neben ähnlichen Artikeln in einem Sortiment, das Käufer verlocken könnte. Zeigen Sie möglichst die tatsächliche Verpackung, die sie erhalten werden – besonders wenn Sie eine geschenkartige Box oder Verpackung haben. Das hilft Käufern, sich die Ankunft ihres Päckchens vorzustellen und könnte ihnen den letzten Anstoß geben, den „In den Warenkorb“-Button zu klicken.  

Mit Vorsicht zu genießen…

Zum Schluss ein paar Dinge, auf die Sie achten sollten, wenn Sie Produktfotos machen.

  • Digitale Filter und Bearbeitung können Ihre Produktfarben weniger naturgetreu machen und Ihre Kunden letztendlich verwirren (selbst wenn die Fotos dadurch besser aussehen).
  • Blitzlicht kann einen harschen Effekt erzeugen, der die Farben verblassen lässt – probieren Sie die oben genannten  Beleuchtungstipps aus, bevor Sie als letzten Ausweg den Blitz einschalten.

Hintergrund und Reflektionen. Seien Sie nicht die Person, deren alte Socken (oder Schlimmeres) im Hintergrund zu sehen sind oder auf einer glänzenden Oberfläche reflektieren.

Fühlen Sie sich inspiriert? Sehen Sie, wie Keramikerin Lucy Burley Produktfotos in ihren MOO-Designs verwendet

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