So stellt man einen Rebranding-Rollout-Plan vor

Ganz ehrlich, Rebranding ist stressig und gruselig. Unser Rebranding-Plan ist hier, um das zu ändern.

Person holding multiple Business Cards.

Rebranding ist aufregend. Und es ist auch ein bisschen nervenaufreibend.

Sie haben die Arbeit getan, die Botschaft optimiert, Ihre Visitenkarten aufgefrischt und über mehr Blautöne nachgedacht, als gesetzlich zugelassen sein sollten. Nun folgt die große Enthüllung. 

Sind Sie nervös und gestresst? Das ist vollkommen verständlich. Schließlich haben Sie viel Arbeit in Ihr Rebranding gesteckt. Und die Enthüllung ist oftmals der nervenaufreibendste Teil. Wir haben hier einen Plan für Ihr Rebranding, der Ihnen ein bisschen von dem Stress, Ihren Kund:innen und Mitarbeitenden das Rebranding zu zeigen, nimmt. 

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten infos

  • Die Markeneinführungscheckliste ist ein essenzieller Teil des Rebrandings.
  • Ihre Mitarbeiter:innen sind genauso wichtig wie Ihre Kund:innen. Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass sie mit an Bord und sich der Neuausrichtung bewusst sind.
  • Wenn Sie das Rebranding loyalen Kund:innen gegenüber andeuten, kann das helfen, Hype und Begeisterung aufzubauen.
  • Transparenz sollte während des gesamten Rebranding-Prozesses priorisiert werden.
  • Markenkontaktpunkte sind wichtig. Sticker, Notizkarten, Visitenkarten und Briefpapier können Ihnen dabei helfen, dass sich ihr Rebranding echt anfühlt. 

Wie man ein Rebranding durchführt

Sie haben die Recherchephase abgeschlossen, Sie haben eine fantastische, neue visuelle Identität und Strategie für Ihr Messaging zusammengestellt und haben die Logistik dafür ausgearbeitet, wie Sie Ihre neue Marke überall dort teilen, wo sie gesehen werden muss. Sie sind endlich bereit, der Welt Ihre neue Marke zu zeigen. Aber wie macht man das am besten? Haken Sie mit Hilfe unserer unten stehenden Checkliste alle Punkte für die Markteinführung ab. 

Die Checkliste für die Markteinführung

Someone writing a brand launch checklist in a Notebook.

Phase 1: Intern

Ein erfolgreiches Rebranding beginnt mit den Leuten, die jeden Tag mit Ihrer Marke arbeiten: Ihre Mitarbeiter:innen. Sie müssen komplett hinter dem Rebranding stehen – vom Grund für die Veränderung bis hin zu den Details Ihrer neuen Botschaft und Markenwerte. 

Wenn Ihre Mitarbeiter:innen es verstehen, können Ihre Kund:innen es auch fühlen. Darum ist die interne Einführung essenziell.

Hier sind ein paar Ideen und Techniken, wie Sie Ihr Rebranding in Ihrem Unternehmen einführen können und wie Sie es ankündigen können.

  • Holen Sie die Zustimmung Ihrer Führungsebene ein. Die Chefetage Ihres Unternehmens sollte jede Neuausrichtung der Marke uneingeschränkt unterstützen. Aber sie können mehr tun, als nur hinter den Kulissen unterstützen. Holen Sie die Führungsebene an Bord und bitten Sie sie, Ihr Rebranding den Mitarbeiter:innen gegenüber zu befürworten, indem sie darüber sprechen, Blogposts und interne Updates teilen, oder Mitarbeiter:innen bei einem unternehmensweiten Meeting direkt darauf ansprechen. Eine klare Zustimmung von der Führungsebene hilft Ihren Mitarbeiter:innen zu verstehen, dass das nicht nur ein „Marketing Ding“ ist. Es ist eine Geschäftsentscheidung.
  • Nutzen Sie klare Kommunikation, um Unklarheiten zu vermeiden. Ein Rebranding kann dazu führen, dass sich die Leute fragen, was sich sonst noch so verändern wird. Neuer Look, neue Strategie, neue Struktur? Neue Sorgen? Nicht gerade ideal. Seien Sie ehrlich, wenn es darum geht, warum Sie das Rebranding durchführen – selbst wenn es nicht nur positive Gründe hat. Bieten Sie Ihren Mitarbeiter:innen eine klare Möglichkeit, um ihre Anliegen in einem Einzelgespräch mit jemanden aus der Personalabteilung oder der Teamleitung zu besprechen.
  • Veranstalten Sie Workshops oder Launch-Events. Brauchen Sie Ideen für Ihr Rebranding? Nehmen Sie sich Zeit, um Ihren Mitarbeiter:innen das Rebranding mitzuteilen. Ein Teamausflug ist eine gute Möglichkeit, um das Rebranding anzukündigen, die Mitarbeitenden mit den verschiedenen Elementen des Rebranding-Plans vertraut zu machen und alle Fragen in einer kleinen Gruppe zu klären. Eine kürzere, günstigere und gleichzeitig genauso effektive Alternative ist ein Rebranding-Workshop im Büro.
  • Erklären Sie, warum Sie es tun. Sie sollten Ihren Mitarbeitenden nicht nur erklären, was passiert und was von ihnen erwartet wird, sondern auch etwas mehr Hintergrundinformationen zur Rebranding-Strategie teilen wie beispielsweise Marktforschungsergebnisse und Feedback von Kund:innen, die zeigen, warum ein Rebranding nötig war. Wenn Ihre Angestellten verstehen, wie das Rebranding in die Weiterentwicklung des Unternehmens passt, können sie die Entscheidung besser annehmen und es besser gegenüber ihren Kund:innen und anderen Interessenten darstellen.

Phase 2: Soft Launch

Notebook, Twist Pen, Brochure and Business Card on a desk.

Ihr Team wurde gebrieft und Ihre neue Marke wurde Teil Ihres Unternehmens? Das bedeutet es ist Zeit für Phase zwei: machen Sie es öffentlich.

Damit Ihr öffentliches Rebranding so glatt läuft wie möglich, sind hier ein paar Strategien mit deren Hilfe Sie Ihr Rebranding Ihren Kund:innen mitteilen können. 

  • Spannung mit Teasern erzeugen. Lassen Sie Ihre treuen Kund:innen und Follower:innen im Vorfeld des Rebranding-Starts an der Vorfreude teilhaben, indem Sie den großen Wechsel mit E-Mails und Social-Media-Posts ankündigen. Sie müssen nicht alles verraten. Ernsthaft, bitte tun Sie das nicht. Etwas Spannung kann von Vorteil sein. Sie können auch Bildmaterial und Videos nutzen, um Einblicke hinter die Kulissen des Launch zu geben, während Sie die große Ankündigung vorbereiten.
  • Die Medien miteinbeziehen. PR kann den effektivsten Teil Ihrer Rebranding- Marketingstrategie darstellen. Ein Rebranding ist eine interessante Nachricht. Helfen Sie der Presse, das Beste daraus zu machen, indem Sie proaktiv mit der Öffentlichkeitsarbeit umgehen. Teilen Sie Pressemitteilungen für Ihre Rebranding-Ankündigung und bereiten Sie Statements vor, die Sie bei der Veröffentlichung teilen können. Es ist auch eine gute Idee, jemanden für Interviews bereitstellen zu können, falls diese angefragt werden. Das könnte Ihr Markengründer, Ihre Markengründerin sein, oder jemand aus Ihrem Kreativteam, der oder die das Rebranding unterstützen kann. Sie können Ihre Rebranding-Agentur, falls Sie mit einer solchen zusammengearbeitet haben, einbeziehen, um deren Zitate hinzuzufügen und die PR-Vorteile zu erläutern. 
  • Zeigen Sie Liebe für Ihre Markenbotschafter:innen. Ihre loyalsten Kund:innen feuern Sie schon an. Beziehen Sie sie früher in die aufregenden Ereignisse mit ein. Markenbotschafter:innen können eine fantastische Unterstützung sein, wenn es darum geht, Ihr Rebranding zu teilen und Sie können sie dazu ermutigen, indem Sie ihnen frühzeitig die neuesten Nachrichten mitteilen. Oder wie wäre es mit einem Rabatt- oder Empfehlungscode für ihre Freund:innen, damit sie darüber sprechen?
  • Haben Sie Antworten auf die Fragen Ihrer Kund:innen parat . Wenn es etwas gibt, worauf Sie sich verlassen können, ist es, dass ein Rebranding viele Fragen aufwirft. Am besten bereiten Sie Ihren Kundendienst vor und machen sich bereit, viele Fragen zum Rebranding und dazu, was sich verändert, zu beantworten. Sie können auch einen FAQ-Artikel oder ein Video auf Ihrer Website bereitstellen und den Link dazu als Teil Ihrer Posts, Emails und Werbung teilen.
  • Erzählen Sie Ihre Rebranding-Story. Hinter jedem Rebranding-Prozess versteckt sich eine Geschichte über das Unternehmen. Was hat Sie zum Rebranding inspiriert, wie haben Sie es getan und was erhoffen Sie sich davon in der Zukunft? Gehen Sie weiter ins Detail: was können Sie über das Design Ihres Logos sagen, oder darüber, wie der neue Name entstanden ist? Storytelling ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es darum geht, Ihr Unternehmen zu bewerben, denn es gibt der Neuigkeit eine gewisse Menschlichkeit und erlaubt den Leuten mit Ihnen auf emotionaler Ebene zu interagieren. Nutzen Sie die Geschichte Ihres Rebrandings um Ihrem E-Mailmarketing, Social Media Kanal und sogar Ihrer klassischer Werbung – wenn Sie diese nutzen – das gewisse Etwas zu geben.

Phase 3: Öffentliche Bekanntmachung 

Sie sind vermutlich von Ihrem Rebranding begeistert und freuen sich, es mit der Welt zu teilen. Aber um Ihren Launch erfolgreich zu gestalten ist es wichtig, sich auf eine Vielzahl von Kundenreaktionen vorzubereiten. Der Mensch ist von Natur aus skeptisch gegenüber Veränderungen, daher ist es fast unvermeidlich, dass einige Leute Ihr Rebranding nicht mit offenen Armen empfangen werden – auch wenn die Entscheidung an sich richtig war. 

Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen dabei helfen, Sorgen oder Beschwerden über Ihr Rebranding zu beschwichtigen.

  • Gestalten Sie Ihren Launch schnell und entschieden. Ändern Sie alles auf einmal statt nach und nach. Das hilft Ihren Kund:innen, sich an die neue Identität zu gewöhnen und jegliche Verwirrung oder das störende Gefühl, das durch die Veränderung ausgelöst wurde, zu minimieren.
  • Transparenz ist essenziell. Teilen Sie die Gründe für das Rebranding, sodass die, die vielleicht die alte Marke bevorzugen, verstehen, dass die Veränderung aus gutem Grund stattgefunden hat und nicht eine Inkonsistenz in Ihrem Unternehmen darstellt.
  • Erläutern Sie, welche Rolle sie spielen. Lassen Sie Ihre Kund:innen wissen, ob es irgendetwas gibt, dass Sie nach der Rebranding-Ankündigung tun müssen – zum Beispiel einem neuen Social Media Kanal folgen oder ihre Login Informationen ändern. Oder noch besser: versichern Sie ihnen, dass sie keinen Finger rühren müssen, dann Sie haben sich schon um alles gekümmert.
  • Bitten Sie um Feedback. Kundenfeedback, egal ob gut oder schlecht, ist nach einem Rebranding super wertvoll. Es kann Ihnen helfen zu verstehen, wie erfolgreich das Rebranding war und ob Ihre ursprünglichen Beweggründe für das Rebranding richtig waren. Es schafft außerdem Vertrauen bei den Kund:innen, denn sie haben das Gefühl, gehört zu werden, und dass Ihnen ihre Meinung wichtig ist.

Die Neugestaltung der Markenkontaktpunkte

Person holding a Business Card in their hand.

Ein Rebranding wäre nicht komplett, ohne eine Auffrischung Ihrer Marketingmaterialien. Denn das gewährleistet nicht nur den Zusammenhalt, sondern stärkt auch die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Marke.
Hier sind ein paar grundlegende Materialien, die Sie für Ihr Rebranding benötigen.

  • Frischen Sie Ihre Marketingmaterialien auf. Machen Sie eine Liste der Marketingmaterialien, die ein Neudesign, eine Anpassung oder ein Update für den Rebranding-Launch brauchen. Sticker und Etiketten sind eine gute Möglichkeit um Ihre bestehenden Verpackungsmaterialien und Beschilderungen zu aktualisieren. Gleichzeitig bieten sie den Kund:innen eine greifbare Möglichkeit, das Rebranding zu erleben. Die Umstellung der Geschäftsbriefköpfe und Notizkarten auf das neue Markenbild wird ebenfalls für Begeisterung und Kundeninteraktion sorgen.

Das Rebranding erklärt

Dieser Artikel ist Teil unseres Rebranding-Guides. Für mehr Tipps und Beispiele für Rebrandings, lesen Sie auch „Der Rebranding Prozess“ und „Woran Sie erkennen, dass es Zeit für ein Rebranding wird.“

Brauchen Sie etwas kreative Inspiration für Ihr Branding? Dann schauen Sie doch bei unserem Anfängerleitfaden zur Auswahl Ihrer Markenfarben vorbei.

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