Der Sale, der den November eroberte
Wie können Marken auffallen, wenn alles reduziert ist?
Egal ob Sie es hassen oder lieben, Black Friday und Cyber Monday sind ein fester Bestandteil des Einkaufskalenders.
Der Begriff, der erstmals 2005 genutzt wurde, beschreibt einen Anstieg an online Einkäufen nach Thanksgiving. Nach einem langen Wochenende des Stöberns und Kaufens kehrten die VerbraucherInnen an ihre Arbeitsplätze zurück und setzten ihre Weihnachtseinkäufe vom Schreibtisch aus fort.
Einundzwanzig Jahre später zieht sich das eintägige Event nun durch den Großteil des Novembers. Die Angebote scheinen kurz nachdem die Halloweendekoration weggepackt wurde loszugehen.
Aber was macht Black Friday und Cyber Monday so unwiderstehlich? Und wie kann Ihre Marke das meiste daraus herausholen, ohne hinter wochenlangen Rabattaktionen zu verschwinden? Lassen Sie uns das einmal genauer anschauen.
Die wichtigsten Infos
- Im Jahr 2025 erzielten die fünf Tage zwischen Thanksgiving und Cyber Monday $ 44,2 Milliarden in US online Verkäufen.
- Eine erste Deadline kann KäuferInnen dazu bewegen zu handeln. Ein falscher Countdown kann Sie Vertrauen kosten.
- Konsequentes Branding, nützliche Geschenke und Postwurfsendungen helfen KäuferInnen sich eher an den Rabatt zu erinnern.
Die Psychologie eines guten Geschäfts

liebt keinen Rabatt? Aber einige verhaltenswissenschaftliche Prinzipien können auch erklären, warum KäuferInnen sich so zu diesen besonderen Angeboten hingezogen fühlen.
Als erstes gibt es den Ankereffekt: Wenn ein Produkt reduziert wird, vergleichen unsere Gehirne automatisch den rabattierten Preis mit dem höheren ursprünglichen Preis. Das lässt den gesparten Betrag noch bedeutender erscheinen.
Dann ist da Verknappung. Ein Angebot, das nur für eine limitierte Zeit valide ist, schafft ein Gefühl der Angst, etwas zu verpassen. Das wiederum motiviert KäuferInnen dazu schnell zu handeln, bevor das Angebot verschwindet. Das ist der Grund, warum so viele von uns Dinge kaufen, von denen wir gar nicht geplant hatten sie zu erwerben, oder die wir nicht einmal brauchen.
2012 testeten Seung Yun Lee von der Hanyang Universität and Russell Seidle von der McGill Universität den Effekt von Verknappung an 72 Testpersonen.
Sie zeigten ihnen eine von zwei Uhrwerbungen. Die erste nutzte Verknappung in ihrer Botschaft: „Exklusive, limitierte Auflage. Nur solange der Vorrat reicht.” Die andere fokussierte sich auf die Menge an Gegenständen, die verfügbar waren: „Neuauflage. Viele Exemplare auf Lager.”
Die TeilnehmerInnen, die die Verknappungsbotschaft lasen, bewerteten ihre Kaufabsicht mit 4,62 von 9 Punkten, die Kontrollgruppe gab im Vergleich dazu 3,37. Das ist ein Anstieg von 37 % allein durch eine Veränderung der Wortwahl.
Wie Sie das Beste aus dem Cyber Monday herausholen können

Nicht nur im wissenschaftlichen Labor lässt sich beobachten, wie groß die Verlockung eines Rabatts ist. 2025 verzeichnete Adobe Analytics in den USA in den fünf Tagen von Thanksgiving bis Cyber Monday Onlinekäufe in Höhe von $ 44,2 Milliarden, was einen Anstieg von 7,7 % gegenüber 2024 darstellte. Black Friday brachte online $ 11,8 Milliarden ein, während Cyber Monday $ 14,25 Milliarden einbrachte. Black Friday wächst jedes Jahr schneller was zeigt, dass Onlineshopping nicht nur am Montag stattfindet.
Die Saison der Cyber-Angebote kann eine wertvolle kommerzielle Chance für Marken darstellen. Aber wenn Posteingänge, Soziale Medien und Webseiten voller Rabatte sind, dann brauchen Sie mehr als einen roten Schriftzug und ein größeres Prozentzeichen um aufzufallen.
Wie schaffen Sie es also den Leuten einen Grund zu geben, Ihre Marke zu wählen?
1. Erzeugen Sie echte Dringlichkeit
Ein Countdown oder eine „letzte Chance“-Botschaft können KundInnen den letzten Anstoß geben, den Sie brauchen, um eine Entscheidung zu fällen.

Die FTC warnt vor irreführenden Countdowns, die eine falsche Deadline schaffen. Nutzen Sie diese also nur wenn Ihr Angebot auch wirklich nur für einen bestimmten Zeitraum gültig ist. Geben Sie Ihrer Dringlichkeit einen Grund: ein Produkt, das wirklich nur in limitierter Auflage erhältlich ist, einen echten Endtermin oder eine festgelegte Stückzahl.
2. Gestalten Sie das Angebot überzeugend
Das beste Angebot ist nicht unbedingt das mit dem größten Rabatt. Es ist das, das den KundInnen einen guten Grund liefert, Sie zu wählen.

Denken Sie darüber nach, was Ihr Angebot relevanter oder nützlicher macht. Könnten Sie es mit anderen, komplementären Produkten bündeln? Bieten Sie eine kostenlose Lieferung? Oder vereinfachen Sie ihre Entscheidung durch KundInnenrezensionen, Produktempfehlungen oder andere nützliche Informationen?
3. Denken Sie an die Markenerfahrung
Black Friday und Cyber Monday können KundInnen über Ihre Schwelle bringen, die noch nie zuvor bei Ihnen gekauft haben. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, Ihre Markenidentität auf Eis zu legen und nur am lautesten „Angebot!“ zu rufen.
Versichern Sie sich, dass jeder Kontaktpunkt Ihrer Webseite Ihre Marke reflektiert: Ton, kreative Assets und Botschaft sollten auf Ihr Angebot abgestimmt sein.
Alle diese kleinen Details können helfen, ein Geschäft in eine erinnerungswürdige Markenerfahrung zu verwandeln.
4. Heben Sie sich auch jenseits des Bildschirms ab
Cyber Angebote stellen, wie der Name schon sagt, eine digitale Erfahrung dar. Sich Gedanken darüber zu machen, was geschieht, sobald das Produkt Ihr Lager verlässt, ist daher eine der wichtigsten, wenn auch oft übersehenen, Chancen, aus einmaligen KäuferInnen StammkundInnen zu machen.
Ein Markengeschenk, das einer Bestellung hinzugelegt wird, kann eine einfache doch effektvolle Art darstellen, noch lange nachdem „kaufen“ geklickt wurde noch Werbung für Ihre Marke zu machen. Das Wichtige hierbei ist, dass das Werbeprodukt zu Ihrem Unternehmen und dem Produkt, das gekauft wird, passt.

Beispielsweise könnte ein Kaffeeanbieter Thermobecher zusammen mit den Cyberangebot Bestellungen verschicken. Oder ein Kosmetikhändler könnte eine Makeup Tasche mit ihrem Logo beilegen.
Sogar etwas so Einfaches wie eine Visitenkarte mit einer kurzen Dankesbotschaft kann eine persönliche Note hinzufügen und KundInnen einen weiteren Grund geben, sich an Sie zu erinnern.
Und in diesem Zeitalter, in dem sich immer mehr im digitalen Raum abspielt, sollten Sie nicht die Macht von Direktwerbung vergessen. Da der Durchschnittsmensch täglich etwa 4 000 bis 10 000 Werbeanzeigen ausgesetzt ist, kann ein physisches Werbeprodukt eine gute Art darstellen, sich von der Masse abzuheben. Verschicken Sie es ein paar Monate nach dem Kauf oder nutzen Sie es, um für Ihre nächste Verkaufsaktion zu werben und so die KundInnenbindung sowie Wiederholungskäufe zu fördern.
Melden Sie sich für unseren Newsletter an, um weitere Einblicke und Inspiration, sowie vorzeitigen Zugang zu unserem Cyber Sale zu erhalten.
Bleiben Sie in Kontakt
Mit unserem MOOsletter, der alle zwei Wochen erscheint, erhalten Sie Design-Inspirationen, Geschäftstipps und Sonderangebote direkt in Ihren Posteingang.